Author: Team Spyra
Okt 5, 2018

Work in Progress: Mit Mike hinter den Kulissen bei Spyra

Nach der erfolgreichen Kickstarter-Kampagne steht es fest: Die Spyra One geht in die Serienproduktion!            

Also, Maschinen anwerfen und los geht’s? Ganz so einfach geht es nicht – denn 4.135 Spyra Ones werden ganz anders produziert als zwei oder vier. Wie es geht, weiß „Mighty Muscle“ Mike: Als Maschinenbauingenieur ist er im Tech Team für die serien- und produktionsgerechte Konstruktion der äußeren Halbschalen verantwortlich.

Carla hat Mike für euch gefragt, was das genau bedeutet und was man braucht, um die beste Wasserpistole der Welt zu bauen.

Carla: Hi Mike, erzähl doch mal kurz, woran du gerade arbeitest!

Mike: Unsere bisherigen Prototypen haben meine Kollegen Valentin und Marvin für Kickstarter noch einzeln in Handarbeit zusammengeschraubt und lackiert. Das hat zwar auch funktioniert, können wir den beiden aber nicht auf Dauer zumuten 😉 Damit die Spyra One in der Serie gefertigt werden kann, sind noch einige Anpassungen notwendig. Momentan arbeite ich deshalb an der produktionsgerechten Konstruktion der Spyra One.

Was kann man sich denn unter ‚produktionsgerechter Konstruktion‘ vorstellen?

Wenn man anfängt, ein neues Produkt zu entwickeln, geht es ja erst einmal darum, dass es funktioniert. Man probiert viel herum, testet neue Einfälle und entwickelt das Konzept ständig weiter. Dafür gibt es verschiedene Methoden.

Hier bei Spyra haben wir viel mit der sogenannten Rapid-Prototyping-Methode gearbeitet. Mit unserem 3D-Drucker war es uns möglich, besonders schnell Bauteile physisch auszudrucken und sie unverzüglich zu testen. Damit ging die Entwicklung ziemlich schnell voran und wir konnten auch funktionierende Spyra One-Prototypen drucken.

Das Praktische: Man spart sich mit dem 3D-Druck einiges an Konstruktionsarbeit, da man in der Geometrie komplett frei ist. Das Bauteil muss ja keine Jahre lange Belastung aushalten.

Spyra One - Production Preparation - 3D Printing

Wenn es dann jedoch in die Produktion geht, benötigt man gewisse Unterstützungsstreben und weitere konstruktive Änderungen. Das sieht man von außen nicht, ist aber wichtig, damit die Wasserpistole lange hält und auch wilde Wasserschlachten sicher übersteht. Und diese Anpassungen nehme ich momentan vor.

Eine Wasserpistole zu bauen – ist das überhaupt eine Aufgabe, für die man einen Maschinenbauer wie dich braucht?

Das kommt natürlich auf die Anforderung an, die man an die Wasserpistole hat. Generell denke ich, dass es bestimmt spaßig ist, irgendeine beliebige Wasserpistole zu bauen. Da gibt es ja schon ziemlich viele, die alle irgendwie nach ein und demselben Prinzip funktionieren.

Die Spyra One zu bauen, ist hingegen schon eine etwas größere Herausforderung, da sie ein richtiges Hightech-Produkt ist. Bisher gibt es auf der Welt kein vergleichbares Produkt. Du hast mit der Spyra One den klaren Einzeltreffer, den es bisher noch nie gab. Außerdem benötigst du durch die vollautomatische Pumpe kein manuelles Pumpen mehr. Es geht gar nicht mehr darum, den anderen einfach irgendwie nass zu machen und eine große Rumspritzerei zu veranstalten, sondern gezielt zu treffen. Da entstehen so viele neue Möglichkeiten.

Spyra One - Production Preparation - Construction

Was bedeutet das für dich in der technischen Entwicklung?

Um unsere Vision der Wasserpistole umzusetzen, haben wir viele Technologien deutlich optimieren müssen und auch einige komplett neu entwickelt.

Ein Beispiel ist die Dichtung: Bei einer herkömmlichen Wasserpistole sind ausschließlich mechanische Komponenten verbaut – wenn da Wasser eindringt, geht nicht die Welt unter. Im schlimmsten Fall tropft ein bisschen Wasser heraus, aber mit einer Wasserpistole in der Hand wird man ja sowieso meistens nass… In der Spyra One sind hingegen Elektronik-Komponenten verbaut, die natürlich mit einer Dichtung nach IP67 geschützt werden müssen.

Wie ist dein Ausblick für die nächste Zeit?

Ich denke, dass wir für die kommenden Monate ziemlich gut aufgestellt sind. Die beste Wasserpistole der Welt zu bauen ist kein 08/15-Projekt, und eine Serienproduktion mit Tausenden von Spyra Ones aufzustellen bedeutet viel Arbeit. Aber da das Konzept steht, geht es inzwischen nur noch um die Detailoptimierung – mit diesen anstehenden Herausforderungen kommen wir klar!

Ich freue mich ehrlich gesagt ziemlich auf die nächsten Monate bis zur Serienproduktion – und vor allem auf die Wasserschlachten dann im Sommer 2019.

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